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Die harte Schule der Scham - Perspektiven auf eine tabuisierte Emotion
Vortrag mit Almut Fuest-Bellendorf
Donnerstag, 09.07.2026
- 18:00 Uhr
- Lichthof
Scham gehört zu den grundlegenden menschlichen Emotionen – und doch wird sie häufig übersehen oder tabuisiert. Sie verbirgt sich beispielsweise im Konflikt hinter den Anklagen gegenüber der anderen Person und wird so machtvoll wirksam. Und darüber hinaus kann sie in nahezu jeder Begegnung eine Rolle spielen: wenn ein Kind vor der Klasse eine falsche Antwort gibt, wenn Eltern Unterstützung benötigen, wenn Menschen sich für ihre Herkunft oder persönliche Fehler schämen oder wenn Hilfsbedürftigkeit als Makel empfunden wird. Gerade in der Arbeit mit Menschen ist diese Emotion allgegenwärtig – und verdient besondere Aufmerksamkeit.
Die Diplom-Pädagogin und systemische Lehrtherapeutin und lehrende Mediatorin Almut Fuest-Bellendorf widmet sich diesem sensiblen Thema in einem Vortrag sowie einem darauf aufbauenden Seminar. Sie ist als Lehrperson am Westfälischen Institut für Systemische Therapie und Beratung (WIST) in Münster tätig und verfügt über umfassende Erfahrung in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im psychosozialen Bereich. Darüber hinaus arbeitet sie schwerpunktmäßig zu hoch eskalierten Konfliktsystemen und ist als Autorin sowie in der systemischen Fachwelt etabliert.
Unter dem Titel „Die harte Schule der Scham – Perspektiven auf eine tabuisierte Emotion“ beleuchtet Fuest-Bellendorf im Vortrag die vielfältigen Erscheinungsformen von Scham. Unerkannte Schamgefühle können schwerwiegende Folgen haben – von Depression und Rückzug bis hin zu Suchtverhalten oder auch Zynismus, Trotz und Aggression. Ziel des Vortrags ist es, für diese Dynamiken zu sensibilisieren und Wege aufzuzeigen, Scham besser zu erkennen und professionell einzuordnen.
Eine Anmeldung ist über den Kreisel e.V. in Emsdetten möglich, telefonisch unter 02572-88260 oder per E-Mail an info@kreisel-emsdetten.de – solange Plätze frei sind.
Die Veranstaltungen richten sich insbesondere an Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen und beratenden Arbeitsfeldern sowie an alle Interessierten, die ihre Kompetenz im Umgang mit Scham erweitern möchten.
